Prognose

Die Endprognose der Perthes-Erkrankung wird bestimmt von Ausmaß der Entrundung des Hüftkopfes nach Abschluss des Wachstums, bzw. von der Kongruenz zwischen Kopf und Pfanne, letztere hat Stuhlberg zu einer Klassifikation genutzt, wobei insbesondere die Klasse V (asphärische Inkongruenz) mit einem frühen Coxarthroserisiko belastet ist.

Besondere Beachtung verdient ferner die Tatsache, dass die Prognose der Erkrankung entscheidend vom Alter beim Auftreten der ersten Symptome beeinflusst wird. Kinder über 10 Jahren erleiden mit nahezu 100%iger Wahrscheinlichkeit ein degeneratives Verschleißleiden der Hüfte  (Coxarthrose). Im Gegensatz dazu ist das Risiko, später an einer Hüftarthrose zu erkranken gering, wenn die ersten Zeichen des Morbus Perthes mit 5 Jahren oder früher aufgetreten sind. Für Kinder, die zwischen 6 und 9 Jahren erstmals Symptome entwickeln, liegt das Risiko etwa bei  38%.

 

Literatur:

Catterall A (1971) The natural history of Perthes' disease J Bone Joint Surg [Br] 53:37-53.

Catterall A (1982) Legg-Calvé-Perthes' disease. Current problems in orthopaedics. Curchill Livingstone; Edinburgh, London, Melbourne, New York

Meiss L (1999) Letter to the editor: Prognosis in Perthes' disease. J Bone Joint Surg [Br] 81(1) :179-180.

Meiss A L (2001) MRT zur Diagnostik des Containment-Verlustes beim Morbus Perthes. - MRI in the diagnosis of loss of containment in Perthes' disease. Medizinisch-Orthopädische Technik 121:47-54.

 

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